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Januar 2006
Haus Frankfurter Straße 24, Wohnhaus und Werkstatt Heinrich Völker, heute Familie Schröder Auf dem Grundstück Frankfurter Straße 24 - früher Haus-Nr. 110 - war bis zum Jahre 1960 der Küfer-Handwerksbetrieb von Heinrich Völker untergebracht. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich gern an die Zeit seiner Kindheit. Beim Spielen auf dem Hof Völker wurde Heinrich Völker bei seiner Arbeit beobachtet. Neben einer Hobelmaschine und einer Bandsäge stand die Handarbeit im Vordergrund. Der Küfer arbeitete auf der Schnitzbank die Dauben für seine Fässer aus. Zu seinem Angebot gehörten Fässer in verschiedenen Größen für den Haushalt und Jauchefässer für die Landwirtschaft. Der Vorfahr von Heinrich Völker, Johann Georg V (*01.02.1737 in Niedergrenzebach) war durch seine Heirat (05.10.1763) mit Catharina Elisabeth Hansmann nach Wabern gekommen. Das vierte von acht Kindern war Johannes Völker (*08.12.1767). Er war verheiratet (17.08.1794) mit Anna Elisabeth Margraf. Nachdem seine Ehefrau mit 49 Jahren verstorben war, ehelichte er am 06.07.1817 Anna Elisabeth Stiehl aus Udenborn. Seine beiden Ehefrauen schenkten ihm insgesamt 10 Kinder. Der Viertgeborene war Johann Peter V (*05.07.1803 +03.06.1870). Der spätere Schäfer heiratete am 25.05.1831 Martha Elisabeth Brück (*04.11.1802 +29.11.1888). Die Eheleute hatten sechs Kinder. Sohn Jacob Wilhelm V (*08.05.1832 +02.04.1905), ebenfalls von Beruf Schäfer, ging am 08.05.1840 mit Martha Elisabeth Schneider die Ehe ein. Das Ehepaar hatte die Kinder:
George *13.12.1858 +02.10.1911
George V heiratete am 22.12.1882 Charlotte Louise Henriette Großheide aus Hilters. Die Ehefrau des Bahnhofsarbeiters schenkte sieben Kindern das Leben. Der Letztgeborene war Karl Heinrich Völker (*10.11.1901 +01.05.1972), der Vater von Karl Völker in der heutigen Rosenstraße 3. Cyriakus Völker - Arbeiter und Fleischbeschauer - ehelichte Anna Elisabeth Krug (*12.01.1876 in Kirchbauna +17.11.1936). Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor:
Wilhelm *03.05.1901 +15.07.1901 Der Jüngstgeborene heiratete am 02.11.1935 Lina Michael (*09.04.1915 +21.09.1995). Heinrich hatte von 1924 bis 1927 bei Küfermeister Konrad Koch erfolgreich das Küferhandwerk erlernt. Bis zum 20.05.1936 blieb er als Geselle bei seinem Lehrherrn. Danach arbeitete er bei den Kasseler Betrieben Fassgroßhandel Gebrüder Manns, Herkules-Brauerei und der Konservenfabrik Gessner & Landgrebe. Im Jahre 1946 machte er sich als Küfer selbständig. Im gleichen Jahr setzte er die Tradition seines Vaters fort und übernahm in Wabern die veterinärmedizinische Fleischbeschau. Außerdem trug eine kleine Landwirtschaft mit 1 ½ Acker Land, zwei Milchkühen und einigen Schweinen dazu bei, die Familie zu ernähren. Als Gefäße und Fässer aus Kunststoff sich immer mehr durchsetzten und die Arbeit in der Küferei abnahm, beendete Heinrich Völker seine handwerkliche selbständige Tätigkeit im Jahre 1960 und nahm eine Arbeit im VW-Werk Baunatal an. Dieser Beschäftigung ging er bis 1973 nach. Heinrich und Lina haben die Kinder:
Georg Wilhelm Horst Völker *09.02.1936 Nach dem Tod vom Lina Völker verkauften die Erben das Wohnhaus in der Frankfurter Straße im Mai 1996 an Tanja und Ralf Schröder. Zurück |